SELBERMACHEN

Wir möchten, dass möglichst viele blütenbesuchende Insekten in unseren Dörfern eine Heimat und genug Nahrung finden – und deshalb ist Anpacken und Selbstmachen gefragt.

 

Eigentlich hat jeder im eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf öffentlichen Flächen die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden.

 

Jetzt solltest du so richtig motiviert sein, um loszulegen - und es ist viel einfacher als Du denkst!

 

 

Im Folgenden findest Du ein paar Praxistipps und Anleitungen, z.B. für den Bau von Nisthilfen für Insekten oder über das Anpflanzen oder Säen von insektenfreundlichen Pflanzen.  

Dosen-Insektenhotel

Da wir schon gute Erfahrungen mit dem Bau dieses einfachen "Dosen-Insektenhotels" gemacht haben, können wir folgenden Link empfehlen: 

 

www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/insekten/140916-nabu_mission_gr__n_bauanleitung_insektenhotel.pdf

 

 

Eine kleine Anmerkung von uns: Bitte hängt das Ganze nicht an einem Bindfaden auf, sondern stellt es vor Regen geschützt und gut befestigt hin.

Blühwiese anlegen

 

In 3 Schritten zur Blühwiese (Blühwiese bei Monika und Holger im Garten)

 

Für Blühwiesen sollte man immer das regionale Saatgut verwenden (Niedersachsen = Region 1), denn nur wenn die Pflanzengenetik und die Aussaat-Region zusammenpassen ist das Pflanzenwachstum optimal und auch die Wildbienen und Insekten werden später optimal versorgt.

 

Schritt 1:

Der erste Schritt ist, dass die ausgewählte Fläche von der kompletten Rasensode und allen Wurzeln- und Samenunkräutern  befreit werden muss (am Besten vor dem Winter), sonst wächst das Saatgut nicht an. Das passiert auf kleinen Flächen mit dem Spaten, auf  größeren Flächen mit dem Pflug.

 

Schritt 2:

Anschließend harkt man den Boden gut durch, bis er feinkrümelig wird und lässt ihn noch 2 Wochen ruhen. Eventuell sind dann nochmals nachgekommene Unkräuter erneut zu entfernen.

 

Schritt 3:

Die Samenmischung aus ein- und mehrjährigen Wildblumen sollte zum leichteren Ansäen und gleichmäßigeren Ausbringen entweder mit Sand oder mit Sägemehl etwa 1:1 gemischt werden und zwischen Februar bis Mai gleichmäßig ausgestreut werden (nicht vor angekündigtem Niederschlag!). Das Saatgut (Lichtkeimer) soll dabei nur obenauf liegen und wird nicht eingearbeitet. Bei kleinen Flächen soll es mit den Füßen angedrückt werden, bei größeren Flächen wird es angewalzt.

 

Nun kann man erst einmal geduldig ca. 2 bis 3 Wochen die Keimung abwarten - bei anhaltender Trockenheit sollte mit der Gießkanne die Aussaatfläche feucht gehalten werden.

 

Bis in den Herbst hinein kann man sich nun an einer wechselnden Blütenpracht erfreuen und das Summen und Brummen der Bestäuberinsekten und der Schmetterlinge genießen

 

Noch ein Tipp: Nur bei starker Trockenheit sollte gewässert werden, da sich sonst Keimung und Entwicklung verzögern. Gelegentlich ist es auch hilfreich, verblühte Blumen einzeln abzuschneiden. Im Herbst soll die Blumenwiese auf Kniehöhe gestutzt werden.

 

Im zweiten Jahr prägen dann besonders die mehrjährigen Pflanzen und selbst ausgesäte einjährige Pflanzen das Bild.

 

 

Nimm Dir Zeit zum Nachdenken, aber wenn die Zeit zum Handeln gekommen ist, dann höre auf nachzudenken und handle. (N. Bonaparte)